Einsatz in Goshene |
20. Okt. bis 10. Nov. 2025
Mit zehn Freiwilligen und 14 Koffern voller Hilfsgüter reisten wir voller Tatendrang und Vorfreude nach Goshene.

BAUPROJEKTE UND INFRASTRUKTUR
Die Fundamente für das Duschhaus, das Hühnerhaus sowie den zweiten Wassertank mit Pavillon wurden nach Peters Plänen von lokalen Bauarbeitern erstellt – begleitet von unseren erfahrenen Freunden, die bereits zahlreiche Bauprojekte «Swiss made» umgesetzt haben.
Für den neuen Moringa‑Trocknungsraum wurde die Rückwand des Wasserturms genutzt und direkt angebaut, um die Tragfähigkeit für den zweiten Wassertank sicherzustellen.
Der Wasserturm selbst war aus finanziellen Gründen bisher nie verputzt worden. Bei unserer Ankunft waren Armierungsstahl und Rost sichtbar. Nach Abschluss des Moringa‑Anbaus wurde deshalb das gesamte Gebäude verputzt und gestrichen. Solche ungeplanten, aber absolut notwendigen Arbeiten ergeben sich vor Ort immer wieder.
SCHREINEREI UND AUSSTATTUNG
Remo, unser Schreiner, arbeitete während des gesamten Einsatzes in der lokalen Schreinerei zusammen mit Idi, dem Inhaber. Gemeinsam fertigten sie:
• Gestelle und Rahmen für die Trocknung der Moringablätter
• die lang ersehnte Rundbank um den schattenspendenden Baum
• sämtliche benötigten Türen
• Legeboxen und Zubehör für das Hühnerhaus
• gedrechselte Wallhölzer und Handgriffe für Springseile
Die Rundbank konnte noch während unseres Aufenthalts montiert werden.
Die neue Kochstelle wird erst nach unserer Abreise gebaut; das benötigte Material haben wir bereits organisiert.
HERAUSFORDERUNGEN VOR ORT
Die Vielzahl der Projekte in so kurzer Zeit war anspruchsvoll. Erschwerend kam hinzu, dass kein Leitungswasser verfügbar war. Es musste mit Zisternenwagen angeliefert werden, damit Menschen, Tiere und Pflanzen versorgt waren und die Baustellen weiterlaufen konnten.
Der einzige Regenfall in drei Wochen fiel sintflutartig aus. Drei unserer Fahrzeuge blieben im Schlamm stecken, und wir mussten einen vierstündigen Umweg über die einzige passierbare «Strasse» nehmen. Diese Schlammwege waren unbefahrbar – der Vorfall kostete uns zwei volle Arbeitstage.
BEGEGNUNGEN UND GEMEINSCHAFT
Trotz aller Herausforderungen blieb die Motivation im Team hoch. Wir fanden sogar Zeit, mit den Kindern Ketteli zu basteln, zu spielen und neue Kleider in der Schule zu verteilen.
Ein besonderer Moment war wie jedes Jahr die Verteilung von Kleidern und Decken im Dorf.
RÜCKKEHR
Müde, aber erfüllt, zufrieden und dankbar sind alle wieder in die Schweiz zurückgekehrt.
















